KinoSchule Hannover  

„Ich kenne das Leben, ich bin im Kino gewesen!“

Eine Textzeile aus einem Song der Band ‚Fehlfarben’. Und dieser ironisch-liebevolle Ausruf enthält mehr Wahrheit, als man beim ersten Lesen denken mag. Film und Kino liefern uns seit über 100 Jahren Weltbilder und Menschenbilder, strukturieren (und manipulieren!) die Sicht auf unseren Globus und auf unser Leben.

Film und Kino, das ist ein über hundert Jahre gewachsenes Archiv von Bildern, Geschichten und Emotionen. Kino, das ist aber auch ein kultureller Ort voller Kunst, Zauber und Erkenntnis, voller Unterhaltung, natürlich auch Kommerz.

Der Kinofilm prägt mit seiner „Sprache“, seinen Erzählweisen und Menschenbildern (Figuren?) all unsere neuen und modernen Medien, von der Fernsehserie über Computerspiele bis hin zum Internet. Die Filmsprache ist die Ursprache aller audiovisuellen Medien. Sie gilt es zu verstehen, um uns, unsere Welt und unser Bild von der Welt kulturell zu begreifen!

Weder in der Schule noch in anderen Bildungsbereichen können aus zeitlichen und organisatorischen Gründen ausreichend Kenntnisse vermittelt werden, um den unablässigen Bilderstrom entschlüsseln oder in seiner durchaus kunstvollen Vielschichtigkeit ‚lesen’ zu können.

kino

Die ‚KinoSchule Hannover’ ist ein Angebot für Schulen und Bildungseinrichtungen in Stadt und Region Hannover. Sie ist ganz bewusst und entschieden KINO und findet regelmäßig statt im Kommunalen Kino im Künstlerhaus Hannover.

Seit 2004 präsentiert die KinoSchue Hannover ca. 20 Filme pro Schulhalbjahr. Das Programm ist ausgerichtet auf ein jugendliches Publikum, auf cineastisch-filmischen Wert sowie gesellschaftliche und schulische Relevanz der Produktionen. – Wir wollen zeigen:

  • Film ist eine künstlerische und kulturelle Ausdrucksform! Das Kino ist sein Ort!
  • Es gibt ein Kino jenseits von Mainstream und Popcorn!
  • „Filmische Wahrheit“ entspringt einem Spannungsverhältnis von Form und Inhalt! Dieses gilt es zu entschlüsseln und verstehen!
  • Film hat eine Geschichte! Es lohnt sich ein Blick zurück!
  • Spielfilme erzählen Geschichten, die uns verstehen lassen! Sie entwerfen Bilder, die uns fühlen lassen!
  • Dokumentarfilme entführen uns in die Wirklichkeit! Die Wirklichkeit, wie sie die Kamera sieht!
  • Literatur und Film lassen sich vergleichen. Aber beides sind ganz eigene Texte!
  • Film ist ein notwendiges Thema im Unterricht!

In der Spielzeit der KinoSchule gibt es Vorführungen von montags bis donnerstags, um 9.00 und um 11.30 Uhr. Alle Veranstaltungen werden von uns intensiv betreut. Jeder Film wird eingeführt und moderiert und in einer gemeinsamen Analyse, einem Filmgespräch nachbereitet.

 

Weitere Bausteine der KinoSchule Hannover sind:

  • Unterrichtsplanung, Beratung, Bereitstellung von Material
  • Workshops zu Filmsprache und Filmkritik
  • Fortbildungen für Lehrkräfte und MultiplikatorInnen

Die KinoSchule Hannover ist ein Kooperationsprojekt des Medienzentrums der Region Hannover, des Medienpädagogischen Zentrums und des Kommunalen Kinos im Künstlerhaus.

gowww.kinoschule-hannover.de

Filme verstehen: ihre Sprache und Erzählweise

Geschichte und Gegenwart verleihen dem Medium Film eine “Sprache”, die komplex und emotional ist. Zwar hat sie Regeln, aber diese sind im Fluss und ihre Wirkung wandelt sich mit der historischen Zeit, in der ein Film gesehen wird und mit dem Zuschauer, der seine eigenen Gefühle, Erwartungen und Erfahrungen hat.

Unsere Fortbildungen zum Film-Verstehen versuchen deshalb, nicht nur Formales zu betrachten, sondern auch die vielfältigen Aspekte der Wirkungen und der gesellschaftlichen Dimensionen von Filmen in den Fokus zu rücken.

Konkrete Angebote planen wir individuell für und mit unseren Adressaten.

Filme zur Sprache bringen: Kritiken, Rezensionen, Jurys

Nicht nur der klassische Vergleich von Literatur und filmischer Adaption, sondern auch die ebenso ‘klassischen’ Filmbehandlungen durch Kritik, Rezension oder Begutachtung (Jury-Arbeit) bringen Sprache und Film zueinander. In der gezielten Versprachlichung von Filmerleben, an der Grenzlinie von Emotion und Kognition (“”Gefühl und Verstand””?), liegt ein ganz wesentlicher Ansatz für unsere Bildungsarbeit. Die sprachliche und textliche Erfassung eines Films ist ein hervorragendes Mittel, ihn nachhaltig zu bearbeiten.

Wir bieten hierzu Fortbildungen und Workshops an, arbeiten mit anderen Kultureinrichtungen und Veranstaltern zusammen.

Konzeption und Organisation von Filmprogrammen

Insbesondere in der Kooperation mit dem Medienpädagogischen Zentrum und dessen Projektbereich ‘MEDIA 21’ recherchieren, konzipieren und organisieren wir Filmprogramme und Veranstaltungen am Schnittpunkt von Kultur und Bildung.

Kontakt: Stefan Lange,  0511/989 68 25, Email: stefan.lange@mpz-hannover.de

 

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