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Facharbeiten zu Biographien

1.) Caroline Glatzel, Harriet Fritz:
"... und ich dachte, die Demokratie sei ausgebrochen." Hans Corbat.
Kurzkommentar: Corbat trat als Jugendlicher in Ostberlin in die SPD ein, vor der Zwangsvereinigung aus Protest aus und verbrachte daraufhin 10 Jahre als politischer Häftling in Bautzen. Nach der Wende setzte er sich im Bautzen-Komitee aktiv für das Gedenken an politische Häftlinge in der SBZ / DDR ein und erhielt im Feb. 2009 das Bundesverdienstkreuz. Er lebt heute in Hannover.

2.) Daniela Dette, Svenja Heidenreich:
"Nie ganz nach vorne, nie ganz nach hinten, ... immer schön in der Mitte halten!" Wenn aus Jugendlichen Soldaten werden.
Kurzkommentar: Die Großväter der beiden Schülerinnen wurden als Jugendliche - Werner Habermann Jahrgang 1925, Manfred Jansen Jahrgang 1927 - in den Kriegsjahren als Flakhelfer eingesetzt, 1944/45 noch als Soldaten ausgebildet und eingesetzt und kehrten teils erst nach langer Kriegsgefangenschaft heim. Die Schülerinnen zeichnen das Schicksal dieser Kindersoldaten nach und ordnen es in den historischen Zusammenhang ein.

3.) Deniz Ellenberg:
Horst Berkowitz - Kriegsfreiwilliger des Ersten Weltkrieges, Verwundetenabzeichen, jüdischer Rechtsanwalt, 1933-1938-1945 überlebt er die Verfolgung im Dritten Reich als jüdischer Rechtskonsulent. Im Nachkriegshannover trägt er beratend zum Wiederaufbau des Justizwesens bei und spendet schließlich seine bedeutenden, wertvollen Sammlungen: seine Münzsammlung dem Kestner-Museum sowie seine bedeutende Briefmarkensammlung dem Staat Israel.

4.) Anna Furmanowicz, Natalie Rogalska:
Orli Wald.
Die Schülerinnen zeichnen die Biographie dieser in ihrer Jugend kommunistischen Widerstandskämpferin nach, die 1936 mit 22 Jahren in die Fänge der Gestapo gerät, 1942-45 im KZ Auschwitz als Funktionshäftling versucht, Menschenleben zu retten und schließlich in der Bundesrepublik SPD-Mitglied wird, als Journalistin arbeitet, aber den Erinnerungen und dem Trauma der Haft in verschiedenen Konzentrationslagern schließlich 1962 erliegt.

5.) Emilia Oppermann:
Arthur Menge.

6.) Theresa Meyer:
Günther Prien.
Die Arbeit zu dem erfolgreichsten deutschen U-Boot-Kommandanten des Zweiten Weltkrieges sollte den verschiedenen Rollen dieser "Heldenfigur" nachspüren: Abenteuer des Schiffsjungen und Offiziers der Handelsmarine, vom Arbeitslosen zum SA-Mann, der "Stier von Scapa Flow" als "erfolgreicher" U-Boot-Kommandant, Prien als Familienvater, dem der Helden-Rummel zu viel wird (er folgt nie den ehrenvollen Einladungen nach Hannover, wo sein Vater lebt), Prien als Held im westdeutschen Nachkriegsfilm, wo er fiktional zum Widerstandskämpfer mutiert, der nur durch den Seemannstod der Verfolgung entgeht.

7.) Natalie Stoch:
Die Bismarckdarstellung in historischen Schulgeschichtsbüchern.

 

 

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